
|
3 Möglichkeiten: 1. Luft/Wasser Wärmepumpe
2. Sole/Wasser Wärmepumpe
3. Wasser/Wasser Wärmapumpe
Wärmepumpen nutzen die gespeicherte Sonnenenergie in der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser.
Den Vorteil einer einfachen Installationsweise hat eine Luft/Wasser- Wärmepumpe, die ihre Energie der Außenluft entnimmt. Der Nachteil besteht darin, dass die Luft im Winter dann die niedrigsten Werte erreicht, wenn die meiste Heizenergie benötigt wird. Zwar kann sogar bei eisigen Temperaturen von –20 Grad Celsius der Luft Wärme entnommen werden, aber mit fallenden Temperaturen geht die Leistungsstärke entsprechend zurück. Den Nachteil der Temperaturabhängigkeit besitzt die Wärmepumpe, die ihre Energie aus der Erde zieht, nicht. Denn mit einer Erdbohrung wird bis zu 100 Meter tief in das Erdreich eingedrungen, wo die Temperaturen relativ konstant sind. Der Nachteil einer solchen Wärmepumpe besteht in der sehr kostenintensiven Bohrung oder der Erfordernis eines großen Grundstückes, um ein Rohrsystem zu legen (Flächenkollektoren), dass die Wärme aufnimmt. Die effizienteste Quelle der Energiegewinnung ist das Grundwasser. Positiv ist die relativ konstante Temperatur des Grundwassers auch in den Wintermonaten, negativ ist, dass nicht überall das Grundwasser genutzt werden kann.

Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass Wärmepumpen funktionieren wie Kühlschränke nur mit umgekehrter Zielsetzung. Über Wärmetauschsysteme wird Energie aus Grundwasser, Erdreich oder Außenluft entzogen und in Wärme umgewandelt. Diesen Prozess nennt man thermodynamischen Kreisprozess. Das bedeutet, dass sich der Aggregatzustand des Kältemittels, das als Wärmeleiter fungiert, in einer bestimmten Anfolge periodisch verändert und immer wieder den Ausgangszustand erreicht. Wärmepumpen entziehen der Umwelt Wärme und setzen diese in Heizungs- und Warmwassersystemen ein. Ein weder giftiges noch brennbares Kältemittel mit niedrigem Siedepunkt verdampft unter dem Einfluss der aufgenommenen Wärme in einem Kompressor. Dabei nimmt es Energie auf und speichert diese. Das dampfförmige Kältemittel wird durch zugeführte Antriebsenergie (Strom) verdichtet. Damit geht ein Temperaturanstieg einher. In einem Kondensator wird das heiße Kältemittel anschließend wieder verflüssigt. In diesem Wärmetauschsystem gibt es die zugeführte Antriebs- und Wärmeenergie auf einem höheren Temperaturniveau an das Heizmedium ab. Ein Entspannungsventil mindert den Druck anschließend wieder und kühlt das Fluid wieder ab. Der Kreislauf wiederholt sich immer wieder.
Für das Heizen mit Wärmepumpensystem eignen sich am besten Fußbodenheizungen, weil sie mit energiesparender Niedrigtemperatur betrieben werden. |